Kurzmitteilungen



#8) 160 Zeichen zu John Bock im Kunstverein Hamburg

Ziemlich schade, dass John Bock inhaltlich so wenig abzugewinnen ist. Dass er nämlich Gespür für Material und Inszenierung besitzt, stellt er hier einmal mehr unter Beweis. Nur reicht das allein nicht mehr. Dadaismus? Gaga ist heute ein Popstar!

#7) 160 Zeichen zu Florian Slotawa im Arp Museum Rolandseck

Elegantes in der Provinz: die Ausstellung verkeilt SW-Fotografien und Wandmodule mit der schäbigen Bahnhofsarchitektur. Ein lebensgroßes Raum-/Denkmodell.

#6) 160 Zeichen zu Hans Op de Beeck im Kunstverein Hannover

Kitschkulissen, die Augenkrebs machen. Aber manche erwischen dich, wie eine Popballade im Autoradio. Antikonzeptkunst mit Gefühl. Dagegen ist Reyle ein Flachwitz von H.P. Baxxter.

#5) 160 Zeichen zu Simon Starling im TBA 21, Wien

Gern gesehener Ausweg aus der Reverenzkunst-Sackgasse: Gutes Storytelling. Statt Witzchen für den Künstlerstammtisch, gründliche Detektivarbeit und Weltbezug.

#4) 160 Zeichen zu Bernard Schultze bei Warhus/Rittershaus, Köln

Bewährtes Prinzip: Junge Galerie zeigt alte Künstler, deren Werke den Charme von Kinderzeichnungen aufbieten. Fällt auch nicht auf in Altersheimen und Zahnarztpraxen.

#3) 160 Zeichen zu Monica Bonvicini in der Sammlung Falckenberg

Hätte werden können, wäre nicht ganz auf die Installationen verzichtet worden. So verlieren sich ihre Zeichnungen in den Hallen und sind zu oft bloß Plattitüde. Nur ein paar alte Collagen überzeugen.

#2) 160 Zeichen zu Michael Riedel in der Schirn, Frankfurt

Eine große Ernüchterung ist Riedels Heimspiel: Ästhetik der Mehrfachkopie die das Grafikdesign von vor 10 Jahren wiederholt. Ohne Aktualität – Jahrtausendwende als Bit-Torrent. Trotzdem: guter Titel!

#1) 160 Zeichen zu Ich wittre Morgenluft im KIT Düsseldorf

Größtenteils kryptische Malerei mit ähnlich verrätselter Bildhauerei als Beiwerk. Einzige Ausnahme: Philip Seibel. Morgenluft? Wohl eher ein Luftschloss ohnehin schwacher Einzelteile.